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Wenn ‚Low-Risk’-Investieren auf ambitioniertes nachhaltiges Investieren trifft

Wenn ‚Low-Risk’-Investieren auf ambitioniertes nachhaltiges Investieren trifft

04-01-2017 | Einblicke | Arnoud Klep, Pim van Vliet Robeco gehört seit langem zu den Pionieren auf dem Gebiet des Low-Risk-Investierens und des nachhaltigen Investierens. Auf der Grundlage des dadurch erworbenen Know-hows führen wir nun eine nachhaltige Conservative Equities-Strategie ein. Pim

Wie kam die Idee für diesen Fonds auf?

Pim van Vliet: „Die Idee dazu stand in den letzten zehn Jahren schon mehrmals im Raum. Man muss aber nicht nur die richtige Idee haben, sondern diese auch richtig umsetzen. Diese neue Strategie basiert auf dem bewährten Conservative Equities-Konzept, das sich die Low-Volatility-Anomalie zunutze macht, also den Umstand, dass volatilitätsarme Aktien langfristig oft höhere risikoadjustierte Renditen generieren als der Markt. Wir haben dieses Konzept um drei wichtige, auf Nachhaltigkeit bezogene Elemente erweitert: wertbasierte Anlageregeln, ‚Impact Investing’ und ‚ESG Investing’.”

„Unsere Gespräche mit mehreren Kunden und RobecoSAM haben deutlich gemacht, dass die meisten vorhandenen Lösungen nur eine Dimension von Nachhaltigkeit erfassen und die übrigen unbeachtet lassen. Wir erkannten, dass die umfassende Einbeziehung all dieser unterschiedlichen Aspekte ein echtes, derzeit unerfülltes Bedürfnis am Markt aufgreift und gleichzeitig eine optimale Exposition gegenüber der Conservative Equity-Strategie aufrechterhält.

Arnoud Klep: „Manche Anleger wollen bspw. ihr Portfolio weiter ‚entkarbonisieren’, während andere Aktienengagements dort, wo Kohle zur Energieerzeugung eingesetzt wird, völlig ausschließen wollen. Ein weiterer Aspekt sind ethische Wertvorstellungen. Einige Kunden wollen um bestimmte ‚sündige’ Sektoren oder Aktien einen großen Bogen machen. Deshalb haben wir beschlossen, unter Berücksichtigung dieses gesamten Feedbacks, eine unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sehr ehrgeizige Anlagelösung zu entwickeln.”

‚Diese neue Strategie greift ein wirkliches Bedürfnis am Markt auf, und zwar ein bisher unerfülltes’

Wird Nachhaltigkeit in Robecos bestehenden Strategien nicht bereits berücksichtigt?

Van Vliet: „Doch. Alle quantitativen Aktienstrategien von Robeco berücksichtigen ESG-Werte, die auf der jährlichen Bewertung der Nachhaltigkeit von Unternehmen durch RobecoSAM beruhen. Unser neuer Fonds geht aber viel weiter. Erstens verwendet er strengere ESG-Kriterien. Zweitens zielt er darauf ab, ‚Impact’-Werte hinsichtlich CO2-Emissionen, Energie- und Wasserverbrauch sowie Abfallerzeugung zu begrenzen. Drittens verwendet er auch wertbasierte Ausschlusskriterien und meidet Aktien, die aus ethischen Gründen ungeeignet erscheinen mögen. Dazu gehören Wertpapiere von Unternehmen, die mit umstrittenen Sektoren oder Geschäftspraktiken wie Kinderarbeit, Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Waffenherstellung, Beschaffung von Rüstungsgütern, Erwachsenenunterhaltung und Kraftwerkskohle in Berührung kommen. Zusammen mit einer aktiven ‚Low-Volatility’-Strategie machen all diese unterschiedlichen Elemente unseren neuen Fonds wirklich einzigartig.”

Klep: „Hervorzuheben ist auch, dass dieser neuen Strategie eine wesentlich strengere Haltung zu ESG-Werten zugrunde liegt, als dies bei unseren bereits existierenden Conservative Equities-Fonds der Fall ist. Während bei unseren anderen Strategien der ESG-Wert für das gesamte Portfolio höher ist als der des Marktindex, streben wir mit dem neuen Fonds einen wesentlich besseren Wert an. Der ESG-Wert unseres Portfolios muss mindestens 20 % höher sein als der des Marktes. Das gilt auch für einzelne ‚Impact’-Werte: Jeder der vier ‚Fußabdrücke’, die wir für CO2-Emissionen, den Energie- und den Wasserverbrauch sowie die Abfallerzeugung berechnen, muss mindestens 20 % kleiner sein als der des Index.”

Schmälern diese Anforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit die Exposition gegenüber der ‚Low-Volatility’-Prämie?

Van Vliet: „Nachhaltigkeitsfaktoren sind im Aktienauswahl-Modell für Conservative Equities nicht enthalten, obwohl sie Teil unseres Portfolio-Aufbauprozesses sind. Einerseits bedeuten strengere Auswahlregeln zusätzliche Beschränkungen bei der Kapitalanlage. Und wir wissen, dass es für einen aktiven Portfoliomanager umso leichter ist, Mehrwert zu generieren, je größer das Anlageuniversum ist. Andererseits könnte man aber argumentieren, dass die Integration von Nachhaltigkeit in den Anlageprozess möglicherweise zur Reduzierung unerwünschter Risiken beiträgt.”

„Nur rund 8 % des Anlageuniversums bleiben aufgrund von wertbasierten Überlegungen außen vor. Das heißt, es gibt immer noch ein sehr breites Spektrum von Aktien, in die der Fonds investieren kann. Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien wirkt sich also nur begrenzt auf die Strategie aus. Deshalb können wir nahezu dieselbe ‚Low-Risk’-Exposition erreichen wie mit anderen Conservative Equities-Strategien. Dieser neue Fonds kann eine sehr hohe Exposition gegenüber der Low-Volatility-Prämie bieten und auf effiziente Weise unterschiedliche Kundenpräferenzen in Bezug auf Nachhaltigkeit einbeziehen.”

Klep: „Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass wir bei der Einbeziehung von ESG-Werten und Daten zum ‚Fußabdruck’ einen symmetrischen Ansatz verfolgen. Anders als manche Mitbewerber schließen wir Aktien, die außerhalb bestimmter Parameter liegen, nicht von vornherein aus. Vielmehr berechnen wir alle Werte auf Portfolio-Ebene und vergleichen diese dann mit dem Marktindex. Somit können Aktien mit sehr guten Eigenschaften hinsichtlich ‚Low-Volatility’, ‚Value’ und Momentum, aber weniger eindrucksvollen Nachhaltigkeitswerten dennoch ins Portfolio aufgenommen werden, solange dies durch andere Aktien mit höheren Nachhaltigkeitswerten kompensiert wird.”

„Letztlich wollen wir die bestmögliche Exposition gegenüber dem Conservative Equities-Modell mit hohen Nachhaltigkeitsstandards verbinden. Unsere Analysen zeigen, dass dies eine sehr effiziente Möglichkeit ist, Anforderungen bezüglich Nachhaltigkeit zu berücksichtigen, weil wir so nahezu dieselbe Exposition gegenüber der ‚Low-Volatility’-Prämie bieten können.”