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Veränderungen stehen bevor, und Anleger können trotz ‚Trump-Risiken’ optimistisch auf 2017 blicken

Synchronisierte globale Erholung macht Anleger optimistisch

08-03-2017 | Einblicke | Lukas Daalder Eine synchronisierte Erholung der Weltwirtschaft macht die Anleger optimistischer, auch wenn für Aktien weiter Risiken bestehen, sagt Lukas Daalder von Robeco.

In aller Kürze
  • Indem sie sich auf die Daten konzentrieren, klettern Aktien auf immer neue Rekordstände
  • Mit positiven Überraschungen sorgt Europa für große Zuversicht
  • Vom dicht gedrängten politischen Kalender gehen nach wie vor Gefahren für die Rally bei Aktien aus
Der Dow Jones Industrial Average kletterte im Februar 12 Mal hintereinander auf einen neuen Rekordstand, und es gibt keine Hinweise darauf, dass die aus den anhaltend starken Konjunkturdaten resultierende positive Stimmung gedämpft werden könnte. Wegen des dicht gedrängten politischen Kalenders und des fortwährenden Unbehagens über Donald Trumps verbale Entgleisungen bleibt Robeco jedoch bis auf Weiteres bei seiner neutralen Haltung zu Aktien.

„Die zugrunde liegenden Daten, die aus den verschiedenen Wirtschaftsräumen gemeldet werden, sind weiterhin überwiegend positiv, wobei vor allem Europa für erfreuliche Überraschungen sorgt”, sagt Lukas Daalder, Chief Investment Officer von Robeco Investment Solutions. „Die Konsumausgaben steigen nahezu überall an, und Indikatoren zur Zuversicht von Erzeugern und Verbrauchern sind so hoch wie seit langem nicht mehr.”

‚Dass sich risikobehaftete Vermögenswerte erfreulich entwickeln, überrascht nicht’

„Wir erleben einen synchronisierten Konjunkturaufschwung, und deshalb überrascht es nicht, dass sich risikobehaftete Vermögenswerte erfreulich entwickeln. Eine breit angelegte positive Dynamik in dieser Größenordnung gab es zuletzt 2009, als sich die Weltwirtschaft endlich von der vorangegangenen tiefen Rezession zu erholen begann.”

„Angesichts dieser Wachstumsbeschleunigung sind die Aktienmärkte gerne bereit, alles zu akzeptieren, womit sie konfrontiert werden. Dazu gehören die Unsicherheit über die bevorstehenden Wahlen in Europa, Trumps neueste Pläne (und Twitter-Meldungen) und der wachsende Widerstand gegen die Globalisierung. Anscheinend kann aber nichts von alledem die positive Stimmung trüben, die derzeit in den riskanteren Segmenten der Finanzmärkte herrscht.”

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Die synchronisierte Erholung der Weltwirtschaft. Quelle: Robeco, Bloomberg.

Sogar Trump erweist sich als hilfreich

Sogar Trump trägt zu dieser positiven Entwicklung bei, nachdem er in einer Rede vor dem US-Kongress versöhnlichere Töne angeschlagen hat. „Plötzlich bekennt er sich zur Nato. Das Thema ‚fake news’ hat er nicht angesprochen, und er hat sogar den Eindruck erweckt, dass er die Kluft zwischen ihm und seinen Gegnern überbrücken will. Auf seine Rede folgte ein Seufzer der Erleichterung, und die Aktienkurse zogen an, während die ‚Spannungen’ nachließen”, so Daalder.

„Doch eine Sache an dieser Geschichte stimmt nicht: Bei Aktien haben sich überhaupt keine Spannungen aufgebaut. Zudem gab und gibt es kaum Volatilität, und die Aktienkurse haben sich die meiste Zeit in einem engen Korridor bewegt.”

„Wenn Aktien also bei zunehmenden Risiken nicht fallen, sondern anziehen, wenn diese Risiken anscheinend etwas abgenommen haben, ergibt sich eine ganz einfache Schlussfolgerung: Sie wollen steigen und suchen nach Gründen, um genau das zu tun. Sicherlich sind viele unerfreuliche Szenarien denkbar. Doch solange diese nicht eintreten, ist der Aktienmarkt anscheinend gerne bereit, sie bis auf Weiteres zu ignorieren.”

Die dunkle Seite der Macht

Diese „unerfreulichen Szenarien” darf man nicht übersehen, mahnt Daalder. „Das Ganze hat aber auch eine andere Seite: Die Aktienmärkte können beschließen, Trumps neueste verbale Attacke zu ignorieren. Doch Unternehmen treffen ihre Investitionsentscheidungen auf der Grundlage soliderer Überlegungen.”

„Es gibt nach wie vor eine Reihe von Unsicherheiten, die wie dunkle Wolken über dem Markt hängen und für Investitionsentscheidungen ausschlaggebend sein können. In den USA gehören dazu die angekündigten Einfuhrzölle und andere, von Trump geäußerte Drohungen. Und in Europa könnten bei den Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland populistische Parteien hohe Stimmenanteile gewinnen. Außerdem wird Großbritannien mit dem Auslösen von Artikel 50 den Brexit-Prozess einleiten.”

‚Der Spielraum für positive Überraschungen ist sicherlich kleiner geworden’

Daalder glaubt außerdem, dass die Konjunkturdaten, welche die Rally am Aktienmarkt befeuert haben, bald einen Wendepunkt erreichen könnten. Bisher lagen die Einkaufsmanagerindizes beständig über dem Niveau von 50 Punkten, das auf eine wirtschaftliche Expansion hinweist. Großenteils basiert die Rally darauf, dass die gemeldeten Daten über den „Konsenserwartungen” von Ökonomen und Marktanalysten liegen – ein Trend, der durch den von der Citi Group ermittelten Überraschungsindex gemessen wird.

„Der Spielraum für positive Überraschungen ist sicherlich kleiner geworden”, betont Daalder. „In der Regel tendiert der Citi-Überraschungsindex zu seinem Mittelwert zurück. Da dieser Index für die USA beständig über 50 und für die Eurozone deutlich über 70 liegt, besteht die Gefahr, dass sich Rückenwind allmählich in Gegenwind verkehrt. Besitzt die zurzeit starke Wirtschaft genügend Dynamik, um die Aktienkurse auch dann weiter steigen zu lassen, wenn die Daten nicht mehr für Überraschungen sorgen?”

„Soll man wirklich anfangen zu investieren, wenn all diese Punkte unklar und ungelöst sind? Oder sollte man abwarten, bis die Dinge klarer werden? Einige Anleger werden vielleicht investieren. Im Allgemeinen bietet die aktuelle Situation aber keine idealen Voraussetzungen für einen Anlageboom. Hierfür ist größere Klarheit erforderlich. Deshalb bleiben wir bis auf Weiteres bei unserer neutralen Haltung zu Aktien.”