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Ein Jahr mit einer weniger eindrucksvollen Performance bringt uns noch nicht aus dem Konzept

14-02-2017 | Einblicke | Jack Neele, Richard Speetjens Anleger haben ihr Geld in den letzten Monaten aus defensiven in zyklische Sektoren umgeschichtet. Dies hat negative Auswirkungen auf den Robeco Global Consumer Trends Equities. Die Fondsmanager Jack Neele und Richard Speetjens erläutern, warum ihr Fonds schlechtere Renditen erzielt hat als sein Referenzindex. „Die Kategorie von Aktien, in die wir investieren, erzielt im Lauf eines Konjunkturzyklus eine bessere Performance als der Markt.”

  • Anleger bevorzugen zyklische Sektoren gegenüber defensiven
  • Substanzaktien waren 2016 gefragter als Wachstumstitel
  • „Augmented Reality” und „Virtual Reality” sind für die Geldanlage interessante Bereiche
Anleger haben in den letzten Monaten Gelder aus defensiven in zyklische Sektoren umgeschichtet. Dies hat negative Auswirkungen auf den Robeco Global Consumer Trends Equities. Die Fondsmanager Jack Neele und Richard Speetjens erläutern, warum ihr Fonds schlechtere Renditen erzielt hat als sein Referenzindex. „Die Kategorie von Aktien, in die wir investieren, erzielt im Lauf eines Konjunkturzyklus eine bessere Performance als der Markt.”

Es ist so, als ob sich Super Mario mitten im Spiel umdrehen und in die entgegengesetzte Richtung laufen würde. Bei „Super Mario Run”, einem so genannten „endless run game”, rennt die berühmte Nintendo-Figur auf dem Smartphone-Display ständig von links nach rechts. Um Punkte zu gewinnen, können Spieler Mario hüpfen lassen, um Hindernissen auszuweichen und möglichst viele Münzen einzusammeln.

In Super Marios zweidimensionaler Welt ist die Richtung des Spiels festgelegt. Zumindest bis vor kurzem galt das auch für die Richtung, in die sich die Anleger bewegten. In den letzten Jahren haben sie ihr Geld kontinuierlich in defensive Aktien umgeschichtet. In ihrem Streben nach Rendite in einem durch niedrige Zinssätze und schwaches Wachstum geprägten Umfeld kauften sie schließlich Aktien von Unternehmen mit stabilen Umsätzen und stabilem Gewinnwachstum: Papiere ohne allzu große Kursschwankungen und mit häufig attraktiven Dividenden.

Defensive Aktien sind nicht mehr gefragt

Um die Jahresmitte 2016 herum machte sich bei den Anlegern aber die Sorge breit, dass diese defensiven Aktien überbewertet sind. Die Aktienkurse spiegelten nicht mehr die tatsächlichen Umsätze und Gewinne der Unternehmen wider. Es gab Hinweise auf ein Anziehen der Konjunktur. Die Zinssätze stiegen, und die Rohstoffpreise erholten sich.

„Seit letztem Sommer ist am Aktienmarkt eine Rotation von langfristig wachsenden Unternehmen zu zyklischen Wachstumstiteln zu beobachten. Und die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten hat diesen Trend verstärkt”, sagt Richard Speetjens rückblickend. Zusammen mit Jack Neele ist er als Portfoliomanager für den Robeco Global Consumer Trends Equities-Fonds verantwortlich. „Trumps Wahlversprechen an die Stahl- und Ölindustrie und die von ihm angekündigten Infrastrukturinvestitionen lassen die Aktienkurse in kapitalintensiven Sektoren steigen. Und Finanztitel profitieren von den höheren Zinssätzen, die sich aus Trumps geplanter Finanzpolitik mit höheren Staatsausgaben und niedrigeren Steuern ergeben.”

Anleger ziehen ihr Geld aus defensiven Sektoren (Versorgung, Telekommunikation und Basiskonsumgüter) ab und investieren es in zyklischen Sektoren (Stahl, Bergbau und Öl). Dividendenstarke Aktien, die bei steigenden Zinssätzen unter Druck geraten, sind unpopulär geworden. Denn Dividenden verlieren an Anziehungskraft, wenn die Zinssätze hoch sind.

Rotation beim Anlagestil

Diese Sektorrotation hat sich negativ auf den Robeco Global Consumer Trends Equities ausgewirkt, sodass dieser 2016 hinter der Performance seines Referenzindex zurückblieb. Der Fonds kam auf eine Rendite von 1,32 %*, verglichen mit 11,09 % beim MSCI All Country World Index.

Die Anlagestrategie des Robeco Global Consumer Trends Equities basiert auf drei langfristigen Trends: dem „digitalen Verbraucher”, dem „Verbraucher in den Schwellenländern” und „starken Marken”. Die Digitalisierung schreitet weiter voran, und die Verbraucher kaufen immer mehr Produkte und Dienstleistungen „digital”, d. h. über das Internet. Die Verbraucher in den Schwellenländern werden wohlhabender und haben mehr Geld zur Verfügung. Starke Marken schließlich behalten ihre Attraktivität und dominierende Marktstellung.

Der Fonds ist deshalb in Wachstumstiteln aus konsumnahen Sektoren und dem Technologiesektor klar übergewichtet. Und das ist genau die Kategorie von Aktien, die 2016 nur eine unterdurchschnittliche Performance erreicht hat. „Die Gewinner von 2015 waren in vielen Fällen die Verlierer von 2016.” Zyklische Sektoren wie der Grundstoff- und Energiesektor verbuchten ein Gewinnwachstum von 25 bis 30 %, während defensive Sektoren wie der Gesundheits- und der Basiskonsumgütersektor mit einem Gewinnrückgang von 5 % bzw. einem leichten Plus von 2-4 % enttäuschten”, erläutert Neele.
*Anteilklasse D, Bruttorendite vor Abzug von Kosten und Gebühren.

„Wir bevorzugen Wachstumstitel mit beständiger Performance gegenüber zyklischen Aktien”

Prognose: überdurchschnittliches Gewinnwachstum

In diesem Jahr erwarten Neele und Speetjens für die Unternehmen, in die sie investiert haben, immer noch ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum von ca. 15 %, verglichen mit 10 % für den Markt insgesamt. Speetjens: „Die Gewinne stammen teilweise von Internet-Aktien wie Facebook, Alphabet, Amazon und Alibaba, die nach wie vor überdurchschnittlich wachsen. Starke Marken verzeichnen ebenfalls weiteres Wachstum. Laut Bloomberg erwarten Analysten, dass Unternehmen wie Starbucks und Mastercard in diesem Jahr ihre Gewinne um ca. 15 % steigern werden. Und auch Unternehmen aus Schwellenländern sind wieder in Form. Letztes Jahr legten sie zum ersten Mal seit vier Jahren wieder positive Zahlen vor. Wir haben unsere Aktienengagements in den Schwellenländern durch Hinzunahme von stärker konjunkturabhängigen Titeln wie dem chinesischen Reiseportal Ctrip und dem Reisweinhersteller Weichow Moutai ausgeweitet.”

„Zum ersten Mal seit vielen Jahren haben wir auch unsere Risikoexposition im Luxusgütersegment erhöht. Ende letzten Jahres nahmen wir den Konzern LVMH, der hinter Louis Vuitton und der für ihre Daunenjacken bekannten Marke Moncler steht, neu ins Portfolio auf. Nach mehreren, vor allem wegen enttäuschender Umsätze in China schwierigen Jahren prognostizieren wir der Luxusgüterbranche für 2017 wieder höhere Umsätze”, fügt Neele hinzu.

Wegen der Marktrotation werden Neele und Speetjens ihre Unternehmensbesuche aber nicht vom Technologie-Mekka Silicon Valley in die Stahlfabriken im „Rust Belt” der USA verlagern. „Wir bleiben bei unserer Strategie. Die Trends, in die wir investieren, werden nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden, und wir konzentrieren uns auf Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten. Die Renditen auf die Aktien dieser Unternehmen können zwar kurzfristig schwanken. Wir gehen aber davon aus, dass sie längerfristig – im Verlauf eines Konjunkturzyklus – eine bessere Performance erreichen als stärker konjunkturabhängige Unternehmen.

Virtual Reality – reales Wachstum

Die Fondsmanager halten weiterhin Ausschau nach den Wachstumsunternehmen von morgen. Und hier kommt wieder Super Mario ins Spiel. Neele hält Games, die auf Smartphones laufen, für einen interessanten Bereich. „Jedenfalls wenn sie Augmented Reality oder Virtual Reality beinhalten. Die Entwicklung auf diesem Gebiet nimmt richtig Fahrt auf. Unternehmen wie Nintendo und Activision, die solche Spiele entwickeln, versuchen, diesen Trend für sich zu nutzen. Künstliche Intelligenz und „Cloud Computing“ sind weitere Wachstumsfelder. Die großen Internet-Plattformen Facebook, Google und Amazon investieren hohe Summen in diese digitalen Technologien.”

Neeles Resümee: „Wir investieren in langfristige Trends und haben deshalb auch einen langfristigen Anlagehorizont. 2015 hatten wir überdurchschnittliche Renditen erzielt. 2016 lag unsere Performance dann leider unter dem Durchschnitt. Doch in den letzten fünf Jahren haben wir die Performance des Marktes bei jährlicher Betrachtung im Durchschnitt um mehr als 4 % übertroffen. Nach der Marktkorrektur im letzten Jahr prognostizieren wir für 2017 wieder höhere Renditen. Ein Jahr mit einer weniger eindrucksvollen Performance bringt uns noch nicht aus dem Konzept.”